
Das Gephyreus-Projekt hat in den vergangenen Monaten wichtige Entwicklungen zum Schutz des Lahille-Tümmlers (Tursiops gephyreus) begleitet und mitgestaltet. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, internationale Zusammenarbeit und bedeutende Schutzbeschlüsse tragen dazu bei, den Schutz einer der am stärksten bedrohten Delfinpopulationen Südamerikas weiter voranzubringen.
Ein bedeutender Meilenstein war die Verabschiedung einer Concerted Action auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz (COP15) der Bonner Konvention (CMS), die im März 2026 in Brasilien stattfand. Für den Zeitraum 2026 bis 2029 intensivieren Argentinien, Brasilien und Uruguay damit ihre Zusammenarbeit zum Schutz des Lahille-Tümmlers. Darüber hinaus wurden aktuelle Forschungsergebnisse des Gephyreus-Projekts auf der Tagung des Wissenschaftlichen Komitees der Internationalen Walfangkommission (IWC) vorgestellt.
Eine neue Studie, veröffentlicht im Fachjournal Biological Conservation, schätzt die Teilpopulation des Lahille-Tümmlers in Südbrasilien und Uruguay auf etwa 250 bis 340 Individuen. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse die hohe Anfälligkeit der Population gegenüber Lebensraumverlust und Beifang und unterstreichen die Bedeutung langfristiger Schutzmaßnahmen.
Gemeinsam mit internationalen Partnern wurden außerdem die Voraussetzungen für ein langfristiges Gesundheitsprogramm geschaffen. Gleichzeitig werden Forschung, Photogrammetrie und Fotoidentifikation im trinationalen Netzwerk kontinuierlich weiterentwickelt. Ein weiterer Meilenstein ist die Anerkennung der traditionellen kooperativen Fischerei mit Delfinen als immaterielles Kulturerbe Brasiliens – ein wichtiger Erfolg für den Schutz dieser einzigartigen Mensch-Delfin-Beziehung.
Den vollständigen Newsletter des Gephyreus-Projekts mit allen aktuellen Entwicklungen und weiterführenden Informationen können Sie nachfolgend als PDF herunterladen.
[ENG] #4 Newsletter – Projeto Gephyreus (PDF)

