Mähnenrobbe

Mähnenrobben (Otaria flavescens) gehören zu den Ohrenrobben und werden auch südamerikanische Seelöwen genannt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die atlantische und pazifische Küste Südamerikas vom südlichen Brasilien, über Argentinien, Chile bis ins südliche Peru und auf die Falkland Inseln.

Wie bei allen Ohrenrobben werden auch bei den Mähnenrobben die Bullen deutlich größer als die weiblichen Tiere. Männchen erreichen ein Gewicht von bis zu 350 kg und über 2,5 m während Weibchen nur bis ca. 150 kg schwer werden. Die Bullen besitzen eine ausgeprägte, meist heller gefärbte Mähne.

Die Mähnenrobben leben in ihren Kolonien in sog. Haremsverbänden zusammen. Während der Paarungszeit im australischen Sommer (Dezember-Februar) sammeln Bullen bis zu zehn Weibchen um sich und verteidigen ihren Harm gegen konkurrierende Bullen.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht nur in Gewicht und Körpergröße, sondern auch in ihrem Jagdverhalten. Allgemein ernähren sich südamerikanische Seelöwen hauptsächlich von benthisch lebenden Fischen. Während Weibchen meistens in küstennahen Gebieten jagen, tauchen männlichen Tiere deutlich tiefer und weiter entfernt von der Küste nach Fisch. Die Tasthaare der Robben – die sog. Vibrissen – sind in der Lage kleinste Wasserverwirbelungen wahrzunehmen. So finden die Mähnenrobben selbst im Dunkeln oder in trüben Gewässern ihre Beute.

Mähnenrobben wurden vor allem zu Beginn des 19. Jahrhunderts intensiv bejagt, was den Weltbestand drastisch hat sinken lassen. Mittlerweile sind sie überall geschützt und der Bestand hat sich erholt und die Mähnenrobbe wird von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft.