Neues Forschungsboot für Lahille’s Großen Tümmler

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YAQU PACHA freut sich, gemeinsam mit der Fundación Azara und der Universidad Maimónides ein neues Forschungsboot für das Projekt zum Schutz des Lahille’s Großen Tümmlers kofinanziert zu haben, das von Dr. Magdalena Arias geleitet wird. Seit vier Wochen ist das Boot in San Antonio Oeste (Argentinien) im Einsatz – einem der wichtigsten Hotspots dieser vom Aussterben bedrohten Delfinart. Die längere Zeit auf See ermöglicht häufigere Erhebungen und eine deutlich verbesserte Datengrundlage.

Aber warum ist das so wichtig?
Weltweit gibt es nur noch etwa 600 Lahille’s Große Tümmler (Tursiops gephyreus) in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet, was sie zu den am stärksten gefährdeten Kleinwalen im Südatlantik macht.
Allein in Argentinien wird die Population auf nur rund 180 Tiere geschätzt.

Was macht das Projekt vor Ort?
Im Rahmen des internationalen Gephyreus Projektes geht die Arbeit weit über ein reines Monitoring hinaus.
• Feldforschung und Monitoring umfassen bootsgestützte Erhebungen, Foto-Identifikation anhand der Rückenflossen, Populationsschätzungen, Überlebensraten sowie Analysen von Wanderbewegungen.
• Reduzierung menschlicher Bedrohungen: Untersuchung von Wechselwirkungen mit der Fischerei und Unterstützung von Maßnahmen zur Risikominimierung.
• Kartierung wichtiger Lebensräume: Identifikation zentraler Nahrungs-, Ruhe- und Fortpflanzungsgebiete als Grundlage für Schutzmaßnahmen.
• Einbindung der lokalen Bevölkerung: Zusammenarbeit mit Fischern, Citizen-Science-Programme und Aufklärungskampagnen.
• Internationale Koordination: Vernetzung von Argentinien, Brasilien und Uruguay im Rahmen eines One Plan Approach und des Schutzprogramms der International Whaling Commission.

Dies ist nicht nur eine lokale Studie – sondern ein zentraler Bestandteil einer trilateralen Schutzstrategie, die wissenschaftliche Forschung, konkrete Schutzmaßnahmen und die Einbindung der Menschen miteinander verbindet.

Jeder zusätzliche Tag auf See bringt uns einen Schritt näher daran, diese einzigartige und fragile Tursiops gephyreus Population besser zu verstehen – und wirksam zu schützen.

Die Arbeit von YAQU PACHA und das Forschungsboot wird großzügig unterstützt von Partnern wie Zoomarine Algarve, Tiergarten Nürnberg, Zoo Duisburg, Zoo Heidelberg, Rancho Texas Lanzarote Park und Planète Sauvage.

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