Wie können Delfine, Wale und Fischer koexistieren?

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Eine neue wissenschaftliche Studie aus dem Südosten Brasiliens zeigt sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen eines nachhaltigen Zusammenlebens von Delfinen, Walen und der traditionellen Küstenfischerei.

Die befragten Fischer beschrieben den Guiana-Delfin (Sotalia guianensis) als ein „friedliches“ und „ruhiges“ Tier. Gleichzeitig berichteten sie jedoch von zunehmenden Interaktionen zwischen Meeressäugern, Fischereigeräten und Buckelwalen, die dieselben Küstengewässer nutzen.

Die Untersuchung identifizierte außerdem wichtige Hotspots für Beifang und machte deutlich, dass die Fischer über ein bemerkenswert detailliertes Wissen zur Verbreitung, zum Verhalten und zur saisonalen Nutzung der Lebensräume von Walen und Delfinen verfügen. Dieses lokale ökologische Wissen (Local Ecological Knowledge – LEK) stellt eine wertvolle Grundlage für moderne und wirksame Naturschutzstrategien dar.

Die Studie wurde von YAQU PACHA gefördert und unterstreicht den Ansatz der Organisation, wissenschaftliche Forschung mit der aktiven Einbindung lokaler Gemeinschaften zu verbinden. Partizipative Naturschutzprojekte und die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort sind entscheidende Bausteine für den langfristigen Schutz bedrohter Meeressäuger.

Ein besonderer Dank gilt unseren langjährigen Unterstützern Zoomarine Algarve, Zoo Duisburg und Tiergarten Nürnberg, die diese Arbeit kontinuierlich unterstützen.

Erfolgreicher Naturschutz entsteht dort, wo Wissenschaft und Menschen gemeinsam Lösungen entwickeln.

Coexistence between cetaceans and artisanal fisheries in southeastern Brazil (PDF)

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