
Der Beifang in Stellnetzen gilt weltweit als die größte Bedrohung für viele Küstendelfinarten. Besonders kleine Delfinpopulationen – wie oben der Franciscana Delfin (Pontoporia blainvillei) – geraten dadurch zunehmend an den Rand des Aussterbens. Umso wichtiger sind Lösungen, die schnell, kostengünstig und gemeinsam mit den Menschen vor Ort umgesetzt werden können.
Eine aktuelle Studie zeigt nun einen vielversprechenden Ansatz: Mit einfachen, wiederverwendeten PET-Flaschen, die als akustische Reflektoren an Fischernetzen befestigt werden, konnte der Delfin-Beifang um beeindruckende 88 % reduziert werden. Gleichzeitig blieb der Fang der Zielarten unverändert – ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz durch die Fischerei.
Das Besondere an dieser Methode:
Sie benötigt keine Elektronik, keine komplizierte Technik und keine teure Ausrüstung. Dadurch eignet sie sich besonders für Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen viele Küstengemeinden direkt von der traditionellen Fischerei leben.
Ebenso wichtig ist, dass diese Lösung nicht im Labor entstanden ist, sondern gemeinsam mit lokalen Fischern entwickelt und getestet wurde. Ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre aktive Beteiligung waren ein zentraler Schlüssel zum Erfolg. Genau solche partnerschaftlichen Ansätze zwischen Wissenschaft, Naturschutz und lokalen Gemeinschaften sind entscheidend für einen langfristigen Schutz bedrohter Meeressäuger.
YAQU PACHA unterstützt Projekte, die wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und sozial tragfähige Lösungen entwickeln, um Mensch und Natur gemeinsam zu schützen.
YAQU PACHA dankt dem Tiergarten Nürnberg, Zoomarine Algarve, dem Zoo Duisburg, dem Zoo Heidelberg und dem Aquazoo Düsseldorf für die Unterstützung dieser wichtigen Arbeit gegen Delfin-Beifang.


