YAQU PACHA HILFT!

Forschung am Sotalia-Delfin im Maracaibo-See, Venezuela

Seit 2017 unterstützt YAQU PACHA das Delfinschutzprojekt von Yurasi Briceño, das sich mit der Untersuchung der Guyana-Delfinpopulation im venezuelanischen Maracaibo-See befasst. Im Rahmen dieses Projektes konnten die ersten Daten über die Zusammensetzung und Größe der Population gesammelt und auf einem wissenschaftlichen Kongress präsentiert werden. Weiterer Gegenstand der Forschungsarbeit war das Erfassen der größten Bedrohungen für den Fortbestand der Population im Maracaibo-See. Hierzu konnte durch mehrere Interviews mit lokalen Fischern bestimmt werden, dass im Durchschnitt etwa 3 Tiere pro Monat als Beifang in Fischernetzen landen und dass es sich hierbei in 90% der Fälle um Jungtiere handelt. Des Weiteren konnte erstmals bestätigt werden, dass Delfine auch als Proteinquelle direkt gejagt werden. 

Wichtige Informationen konnten auch über das Habitat der Guyana-Delfine gesammelt werden. Einige der Buchten, die von den Tieren zum Ruhen und zum Schutz genutzt werden liegen direkt in den Routen von Fischereischiffen. Vielerorts wurde auch eine Verschmutzung von Habitatszonen durch Abwasser und insbesondere konstantes Auslaufen von Öl festgestellt. 

Durch erneute Unterstützung von Yaqu Pacha wurde im 2019 beschlossen, die Menge an Schwermetallen in Fischen zu messen, die die Nahrungsgrundlage des Guyana-Delfins darstellen. Diese Analysen stellen die ersten ihrer Art da und viele der untersuchten Fischarten sind auch von kommerziellem Interesse. Vorläufige Resultate der Studie belegen, dass in etwa 65% der untersuchten Fische mit, von der WHO/FAO als schädlich bezeichneten Mengen, an mindestens einem Schwermetall belastet waren. 

Im Zuge eines großen Interesses an der Forschungsarbeit am Guyana-Delfin im Maracaibo-See wurde ein Makroprojekt mit dem Namen „Project Sotalia“ iniziiert, in dem verschiedene Erziehungs- und Schutzziele festgelegt wurden, die kurz- mittel- und langfristig adressiert werden sollen. 

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