Bericht über Expedition zur Sichtung von Vaquitas

Vom 17. Oktober bis zum 3. November 2021 wurde eine Vaquita-Forschungsexpedition durch das Museo de la Ballena y Ciencias del Mar und eine Reihe privater Spender finanziert (darunter YAQU PACHA). Die Suche nach Vaquitas konzentrierte sich auf die letzte Hochburg dieser Art, die Null-Toleranz-Zone (ZTA), die im mexikanischen Bundesregister vom 24. September 2020 wie folgt definiert wurde: Fischereiaktivitäten jeglicher Art, mit jedem Schiffstyp, einschließlich Sportfischerei, sind in der „Null-Toleranz-Zone“ dauerhaft und vollständig verboten. Kein Schiff darf dieses Gebiet durchfahren oder befahren, es sei denn, es liegt eine schriftliche Genehmigung der zuständigen Behörde für die Durchfahrt vor.

Während der Expedition wurden sowohl Vaquitas als auch große Mengen an illegalen Fischern mit Kiemennetzen beobachtet. Der Bericht dokumentiert die Studie im Jahr 2021, die so nah wie möglich an die zuletzt im Jahr 2019 durchgeführte Untersuchung angelehnt ist.

Aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen konnten keine Fotos von ausreichender Qualität zur Identifizierung einzelner Vaquitas gemacht werden, was eine Schätzung der Anzahl der Vaquitas innerhalb der ZTA unmöglich machte. Stattdessen wurde wie im Jahr 2019 eine Methode namens Expertenbefragung angewandt. Der Bericht von 2019 kam zu dem Schluss, dass in der ZTA höchstwahrscheinlich 11 Tiere, darunter 3 Kälber, gesehen wurden. Der Bericht von 2021 kam zu dem Schluss, dass in der ZTA höchstwahrscheinlich etwa 7 oder 8 Individuen, darunter 1 oder 2 Kälber, gesehen wurden. In Anbetracht der Konzentration der Fischerei in der letzten 12 x 24 km großen Hochburg des Vaquita und des Fehlens jeglicher Bemühungen, den Einsatz von Kiemennetzen in der ZTA während des Zweijahreszeitraums zu unterbinden, ist das Überleben dieser Individuen nichts weniger als bemerkenswert. YAQU PACHA und viele internationale Organisationen werden aber weiter aktiv sein, um dem Vaquita eine Überlebenschance zu geben.

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